Haus KS


2011
Foto: Dietmar Tollerian
"Zwischen Leichtigkeit und Schwere"

Die starke Hanglage, die Aussicht und die Himmelsrichtungen erforderten einen besonderen Umgang mit der Ausrichtung der Wohn- und Schlafräume. Auf einem Tiefgaragengeschoß lagern drei gegeneinander verschobene und den Blickrichtungen angepaßte Geschoße. Das an den Hang angestellte Wohngeschoß öffnet sich westseitig zum Garten und zur Sommerküche. Um den Blick aus dem westseitigen Garten auf die Stadt freizugeben, wurde der Grundriß in diesem Geschoß an die nördliche Grundstückszone geschoben und südseitig ein lang gestreckter Pool vor den Wohn- und Essbereich positioniert. Eine stirnseitige Poolverglasung läßt den Horizont verschwinden und den Schwimmer gleichsam über der Stadt schweben.


Auf besonderen Wunsch des Bauherrn wurde das ganze Haus mit hellem Kalkstein verkleidet. Für eine spannende Zonierung der Steinflächen wurden teilweise stark kannelierte Platten verarbeitet. Sind die Platten an den Gartenmauern noch bruchrauh verlegt, so wird das Plattenmaterial nach oben bzw. innen immer feiner.
Die Innenräume fließen durch die Verwendung von großformatigen Steinplatten nach außen, setzen sich dort im Raster fort, durchlaufen den Pool und lassen dadurch das Haus sowohl innen als auch außen zu einer Einheit verschmelzen.
 
Die gesamte Gestaltung kommt mit nur wenigen Materialien aus. Dunkles Eichenholz, Naturstein, Glas und Leder ziehen sich durch alle vier Geschoße und gestalten sämtliche Innenräume. Eine transparente Treppekonstruktion mit frei auskragenden Stufen in Stein bzw. Holz verbindet die Wohngeschoße. Der zum Innenraum verglaste Liftschacht ist Hinterleuchtet und bildet das vertikale Rückgrat des Hauses. Der zentrale mehrgeschoßige Luftraum schafft spannende Sichtverbindungen. In jedem Geschoß öffnen die Glasfronten spektakuläre Aussichten auf die Stadt.